Das Projekt zielt darauf ab, die Fähigkeit von Jugendbetreuern zu stärken, die sensiblen und komplexen Themen von Krieg und Frieden in verschiedenen und heterogenen Gruppen anzusprechen, wobei der Schwerpunkt auf ukrainischen Schutzsuchenden und Jugendlichen in Aufnahmeländern liegt. In Anerkennung der entscheidenden Rolle, die Jugendbetreuer bei der Bewältigung der unmittelbaren Bedürfnisse der vom Krieg betroffenen Jugendlichen gespielt haben, geht diese Initiative auf die derzeitige Lücke bei den Ressourcen zur Ermöglichung sinnvoller Diskussionen ein. Ein Eckpfeiler des Projekts ist die Einführung von Storytelling Rooms, die es den Teilnehmern ermöglichen, ihre Erfahrungen und Perspektiven zu teilen. Die gesammelten Erzählungen werden als Grundlage für die Entwicklung eines praktischen, anpassungsfähigen Toolkits dienen, das auf Jugendbetreuer zugeschnitten ist und benutzerfreundliche, erprobte Methoden für die Einleitung und Durchführung von Diskussionen über Krieg und Frieden bietet.
Die entwickelten Methoden werden in den teilnehmenden Ländern erprobt und stützen sich auf das Fachwissen eines vielfältigen Konsortiums von Organisationen aus sechs Ländern. Durch die Einbeziehung der Erfahrungen der ukrainischen Zivilgesellschaft, die sich seit 2014 mit den Herausforderungen von Krieg und Vertreibung auseinandersetzt, gewährleistet das Projekt den Transfer von wertvollem Wissen und bewährten Praktiken auf den europäischen Kontext. Der Ansatz legt den Schwerpunkt auf Zusammenarbeit, Ko-Kreation und Anpassungsfähigkeit, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse in verschiedenen Kontexten anwendbar und europaweit skalierbar sind.
Projektziele
Letztendlich trägt das Projekt zu den übergeordneten Zielen der Verbesserung der Jugendarbeit, der Unterstützung des sozialen Zusammenhalts und der Förderung demokratischer Werte in Zeiten des Krieges bei. Es befähigt nicht nur Jugendbetreuer, sich konstruktiv in ihre Gemeinschaften einzubringen, sondern verleiht auch den Stimmen junger Schutzsuchender Gehör und fördert eine Kultur der Integration, des Dialogs und der Friedenskonsolidierung. Durch ihre transnationale Reichweite und ihren kooperativen Rahmen setzt diese Initiative einen neuen Standard für die Jugendarbeit in Krisenzeiten, der sowohl auf unmittelbare Bedürfnisse als auch auf langfristige Integrationsbemühungen eingeht.
Zielgruppe(n)
Das Projekt richtet sich an drei Hauptgruppen: (1) Jugendliche, die vom Krieg in der Ukraine betroffen sind, einschließlich Schutzsuchender und Binnenvertriebener, die jetzt in den teilnehmenden Ländern leben; (2) junge Menschen aus den Aufnahmegemeinschaften in ganz Europa; und (3) Jugendbetreuer, die diese Gruppen unterstützen und Instrumente benötigen, um schwierige Gespräche über Krieg, Trauma und Integration zu führen.
Geplante Ergebnisse/Erfolge
- Schaffung von sicheren, strukturierten Räumen - Storytelling Rooms -, in denen junge Menschen ihre Erfahrungen austauschen können und die Empathie, das Verständnis und die Anerkennung unterschiedlicher Perspektiven fördern.
- Ein benutzerfreundliches, digitales Toolkit, das auf Jugendbetreuer mit unterschiedlichem Erfahrungsstand zugeschnitten ist. Das Toolkit enthält erprobte Methoden zur Förderung von Diskussionen über Krieg und Frieden.
- Geschulte Jugendbetreuer, die sich im Umgang mit komplexen Themen sicherer fühlen.








