Europa
23.11.2025

Changemakers Collective: Demokratie-Labor

Das Democracy Lab in Moldawien brachte junge Menschen zusammen, um ihnen beizubringen, wie man von Grund auf sinnvolle Gemeinschaftsinitiativen aufbaut.

Das diesjährige Lab arbeitete mit zwei Spuren. Spur 1 umfasste Jugendliche im Alter von 18 bis 23 Jahren, die bereits an früheren Programmen teilgenommen haben und nun andere unterstützen. Spur 2 umfasste jüngere Teilnehmer im Alter von 14 bis 17 Jahren, die gerade erst mit ihrem bürgerschaftlichen Engagement beginnen. Während des Labs arbeiteten beide Spuren in gemischten Projektteams zusammen und lernten aktiv voneinander.

Während der gesamten Woche durchliefen die Teilnehmer Schritt für Schritt den gesamten Zyklus der Projektentwicklung. Sie begannen damit, die Probleme in ihrem Umfeld zu untersuchen und lernten, nicht nur die sichtbaren Symptome, sondern auch die Ursachen zu erkennen. Mit Hilfe von Instrumenten wie dem Problembaum übten sie, komplexe Probleme in kleinere, überschaubare Teile zu zerlegen. Anschließend lernten sie, wie sie diese Erkenntnisse in ein klares und realistisches Projektziel umsetzen können, gefolgt von konkreten Aufgaben und einem einfachen Zeitplan.

Ein Schwerpunkt des Labs lag auf Ressourcen und Teamstruktur. Die Teilnehmer erstellten eine Übersicht über die bereits in ihren Gemeinden vorhandenen Ressourcen, die Planung eines Grundbudgets, die Aufteilung der Rollen innerhalb der Gruppe und die Fortführung eines Projekts auch bei begrenzten finanziellen Mitteln. Mentoren und Teilnehmer des Track 1 unterstützten die Teams während des gesamten Prozesses, halfen ihnen, ihre Ideen zu schärfen, ihre Annahmen zu überprüfen und bei auftretenden Herausforderungen zuversichtlich zu bleiben. Das Bildungsprogramm wurde durch Kunst- und Handwerksräume, Diskussionen und Abendveranstaltungen ergänzt.

Am Ende des Labors hatten die Teams 14 Jugendinitiativen entwickelt, jede mit einem definierten Problem, Ziel, Zeitplan und klaren nächsten Schritten für die Umsetzung. Während der abschließenden Projektmesse präsentierten die Teilnehmer ihre Ideen, erhielten Feedback von Gleichaltrigen und Mentoren und erhielten Minizuschüsse für die Umsetzung ihrer Initiativen nach dem Camp.

Für viele ging es in dieser Woche nicht nur darum, ein Projekt zu entwickeln. Es ging auch darum, zu lernen, wie man in einer Gruppe kommuniziert, die eigenen Stärken zu erkennen, mehr Selbstvertrauen beim Ausdruck von Ideen zu gewinnen und zu sehen, dass von Jugendlichen geleitete Initiativen klein anfangen und dennoch etwas bewirken können.