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18.10.2025

Stärkung des sozialen Zusammenhalts im Osten des Tschad

Im Osten des Tschad bringt CRISP in Zusammenarbeit mit der GIZ Flüchtlinge, Rückkehrer und Aufnahmegemeinschaften zusammen, um gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen und dauerhaften Frieden zu schaffen.

Der Osten des Tschad wurde durch den anhaltenden Konflikt im Sudan stark in Mitleidenschaft gezogen, da ein Zustrom von Flüchtlingen und Rückkehrern aus Darfur in der Provinz Ouaddaï Sicherheit suchte. Diese Situation hat die ohnehin schon begrenzten Ressourcen wie Land, Wasser und Grundversorgung weiter belastet und zu Spannungen zwischen Aufnahmegemeinschaften, Flüchtlingen und Rückkehrern geführt. Die Bewältigung dieser Herausforderungen und die Förderung einer friedlichen Koexistenz ist eine wichtige Priorität für die Region.
Mit dem RECOS-Projekt (Energy and Socio-Economic Resilience for Refugees, Returnees, and Host Populations in Eastern Chad) engagiert sich CRISP in Zusammenarbeit mit der GIZ für die Stärkung des sozialen Zusammenhalts in diesem komplexen und fragilen Umfeld.

Quick Facts

DAUER: Juli – November 2025
STANDORTE: Provinz Ouaddaï (16-18 Dörfer und 3 Flüchtlingslager, darunter Farchana, Gaga und Dougui)
TEILNEHMER: Über 400 Befragte (lokale Behörden, lokale Führungskräfte, Frauen, Jugendliche, Flüchtlinge, Rückkehrer und NROs) in Phase 1​​​​​​​
BEGÜNSTIGTE: Aufnahme-, Flüchtlings- und Rückkehrergemeinschaften im Osten des Tschad

Über das Projekt

Das Projekt gliedert sich in zwei Phasen. Die erste Phase wurde in nur drei Wochen erfolgreich abgeschlossen, was die Fähigkeit von CRISP unter Beweis stellt, sich schnell und effizient an kurzfristige Projekte in schwierigen Umgebungen anzupassen. Diese erste Phase konzentrierte sich auf die Durchführung einer umfassenden Analyse der Konfliktdynamik, die wichtige Erkenntnisse über die Ursachen der Spannungen und die Möglichkeiten der Friedenskonsolidierung zwischen den verschiedenen Gemeinschaften lieferte.
In der ersten Phase wurden auch die notwendigen Instrumente und Rahmenbedingungen für die weitere Unterstützung geschaffen, indem unser lokales Team im Tschad mit den Ressourcen und Methoden ausgestattet wurde, die für eine nachhaltige Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung erforderlich sind.

Die Analyse des Tiefenkonflikts

Die in der ersten Phase durchgeführte Analyse der Konfliktdynamik legte den Grundstein für das gesamte RECOS-Projekt. Sie identifizierte die wichtigsten Konfliktakteure, bewertete ihre Interessen und Strategien und zeigte die Ursachen für Spannungen auf, wie etwa den Wettbewerb um Ressourcen, Landstreitigkeiten und geschlechtsspezifische Gewalt. Die Analyse zeigte auch bestehende Mechanismen für die Konfliktbewältigung und Möglichkeiten für die Friedenskonsolidierung auf, einschließlich der Einbeziehung von Frauen und Jugendlichen als wichtige Akteure der Friedenskonsolidierung.
Durch die Kombination qualitativer Forschungsmethoden mit partizipativem Engagement stellten wir sicher, dass die Stimmen der lokalen Gemeinschaften für das Verständnis der Konfliktlandschaft und für künftige Interventionen von zentraler Bedeutung waren.

Ziele und Auswirkungen

Die Ergebnisse der ersten Phase werden die nächsten Schritte des RECOS-Projekts leiten und sicherstellen, dass zukünftige Interventionen sowohl konfliktsensibel sind als auch auf die sich entwickelnde Dynamik innerhalb der Gemeinschaften reagieren. Die Konfliktanalyse wird auch als wichtiges Entscheidungsinstrument für die GIZ und ihre Partner dienen, um einen gemeinsamen Ansatz zur Bewältigung von Spannungen und zur Förderung des Friedens zu fördern.
Unser Ziel ist es, die friedliche Koexistenz zwischen Aufnahme-, Flüchtlings- und Rückkehrergemeinschaften zu fördern, die lokale Widerstandsfähigkeit und den sozialen Zusammenhalt zu stärken und gleichzeitig die Konfliktursachen zu bekämpfen.