Das Planspiel, das in Zusammenarbeit mit der Servicestelle Friedensbildung in Baden-Württemberg entwickelt wurde, soll den Teilnehmern eine umfassende Lernerfahrung bieten, die sich auf verschiedene Aspekte von Friedensverhandlungen und Konfliktlösung konzentriert. Die Lernziele umfassen eine Reihe von kognitiven, sozio-emotionalen und praktischen Fähigkeiten, die darauf abzielen, ein tiefes Verständnis von Friedensprozessen zu fördern und die Teilnehmer mit den notwendigen Werkzeugen für ein effektives Engagement in Konfliktlösungsbemühungen auszustatten.
Projekt Ziele
Im Folgenden wird näher erläutert, was die Teilnehmer lernen sollen:
Erkennen und Verstehen von Konzepten für Friedensverhandlungen:
Die Teilnehmer werden lernen, verschiedene Arten von Friedensverhandlungen zu identifizieren und zu artikulieren, die Rollen der verschiedenen beteiligten Akteure zu verstehen und unterschiedliche Konzeptualisierungen von Frieden zu erfassen. Dazu gehört auch das Erkennen der Komplexität von Friedensverhandlungen und der Dilemmata, die in solchen Prozessen häufig auftreten.
Verständnis der zentralen Themen in Friedensverhandlungen:
Durch die Beschäftigung mit einem fiktiven Szenario und die Erkundung von Themenbereichen wie Abrüstung, Sicherheitsgarantien, Machtteilung, Grenzziehung und Ressourcenzugang werden die Teilnehmer ihr Verständnis für die wichtigsten Fragen bei Friedensverhandlungen vertiefen.
Kritisches Denken und Problemlösungsfähigkeiten:
Das Simulationsspiel regt die Teilnehmer dazu an, sich kritisch mit den Dilemmata von Friedensverhandlungen auseinanderzusetzen, wie z. B. der Abwägung zwischen Inklusivität und Effizienz, der Behandlung von Fragen der Gerechtigkeit und Versöhnung und der Abwägung zwischen kurzfristiger Stabilität und langfristigen friedensfördernden Zielen. Durch Rollenspiele und Entscheidungsfindungsübungen entwickeln die Teilnehmer ihre Fähigkeit, komplexe Herausforderungen zu bewältigen und kreative Lösungen zu entwickeln.
Kommunikations- und Kooperationsfähigkeiten:
Die Teilnehmer werden an gemeinsamen Problemlösungsaktivitäten, Verhandlungssimulationen und Rollenspielen teilnehmen, die ihre Kommunikationsfähigkeiten, ihre Teamarbeit und ihre Fähigkeit zur effektiven Interaktion mit verschiedenen Interessengruppen in Konfliktsituationen verbessern werden.
Insgesamt zielt das Planspiel darauf ab, eine dynamische und immersive Lernerfahrung zu bieten, die nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern auch praktische Fähigkeiten und Einstellungen kultiviert, die für ein effektives Engagement in der Friedenskonsolidierung und Konfliktlösung unerlässlich sind. Durch aktive Teilnahme, Reflexion und Zusammenarbeit werden die Teilnehmer ein tieferes Verständnis für die Komplexität von Friedensverhandlungen entwickeln und Vertrauen in ihre Fähigkeit gewinnen, zu konstruktiven Konfliktlösungsprozessen beizutragen.
Zielgruppe(n)
Die primäre Zielgruppe für das Planspiel sind Schüler ab der 10. Klasse. Es können jedoch in Zukunft auch Anpassungen für andere Zielgruppen vorgenommen werden.
Geplante Ergebnisse/Erfolge
Die Teilnehmer werden ein tieferes Verständnis für Friedensverhandlungen, Konfliktlösung und die damit verbundenen komplexen Zusammenhänge gewinnen. Durch Rollenspiele und interaktive Übungen entwickeln sie kritisches Denken, Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, Konflikte in der realen Welt aus verschiedenen Perspektiven zu analysieren. Das Planspiel soll die Teilnehmer in die Lage versetzen, sich konstruktiv am Konfliktmanagement und an friedensfördernden Maßnahmen zu beteiligen.
Das Projekt steht im Einklang mit den Bildungszielen und bietet eine dynamische Lernerfahrung, die den Dialog, das kritische Denken und die Erkundung friedlicher Lösungen für Konflikte fördert.




