Conference
22.06.2026

Was bedeutet Frieden heute? Expertenkonferenz in Loccum

Was, wenn „Frieden“ als Begriff zu belastet ist? CRISP war in Loccum dabei – mit neuen Narrativen, digitalen Ansätzen und dem Konfliktsimulator im Gepäck.

Vom 22. bis 24. Juni 2026 kamen Fachleute der zivilen Konfliktbearbeitung in Loccum zusammen – zur Tagung „Let’s talk Peace! Zivile Konfliktbearbeitung in Umbruchzeiten neu denken“, veranstaltet von der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, der Ev. Akademie Loccum und der Ev. Akademie Villigst. Die erste und grundlegendste Frage: Was bedeutet Frieden heute überhaupt?

Eine klare Antwort gibt es nicht – und das ist kein Mangel, sondern Realität. Einige Teilnehmende bezeichneten „Frieden“ als Begriff, der so politisch aufgeladen ist, dass er kaum noch zu gebrauchen sei. Es gibt keine feste Definition. Frieden muss immer wieder neu ausgehandelt, diskutiert und von jeder Generation neu angeeignet werden. Und doch: Die Sehnsucht nach Frieden ist universell und bei allen spürbar.

Diskutiert wurde auch, wie friedenspolitische Ideen in die breite Gesellschaft getragen werden können – jenseits von Fachzirkeln. Beispiele aus dem Ausland, etwa aus dem Irak, wo Frieden täglich als politische Frage verhandelt wird, dienten als Inspiration. Welche Kampagnen sind möglich – im Großen wie im Kleinen? Welche digitalen Formate helfen, ohne andere bloßzustellen? Das Ziel: nicht Konfrontation, sondern Fokus auf den Kern. Und das Leitnarrativ ist deutlich: Prävention ist um ein Vielfaches günstiger als Krieg.

Externe Akteure wie CRISP nehmen in diesem Prozess eine besondere Rolle ein: neutral, methodisch innovativ, mit der Fähigkeit, neue Perspektiven einzubringen. Am Rande der Tagung demonstrierte CRISP seinen Konfliktsimulator – und die Reaktionen aus der Fachcommunity waren eindeutig: Begeisterung und konkretes Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit.

Das Gespräch aus Loccum geht weiter. Interesse an CRISPs Simulationsmethoden oder an einer Zusammenarbeit? Melde dich: hello@crisp-berlin.org