
Konfliktsimulator: KI-Training jetzt kostenlos testen
Berlin, 20. Oktober 2026. Ein Jugendlicher drängelt sich vor, ein anderer schubst ihn zurück. Zwei Mädchen beschimpfen sich, weil die eine der anderen die Mütze weggenommen hat. Für pädagogische Fachkräfte, Trainer*innen und Ehrenamtliche ist das Alltag. Gezielt üben ließ sich das bisher kaum. Den Konfliktsimulator von CRISP können Interessierte jetzt bis zum 30. November 2026 in einer wissenschaftlich begleiteten Testphase kostenfrei erproben.
Laut Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer 2026 fühlen sich 45 Prozent der Lehrkräfte und pädagogischen Mitarbeitenden an öffentlichen Berliner Schulen durch Konflikte und Gewalt stark oder sehr stark psychisch belastet. An Schulen mit hohen strukturellen Belastungen sind es 64 Prozent.
Im Konfliktsimulator sprechen die Nutzer*innen im Browser mit zwei virtuellen Jugendlichen, die sich gestritten haben, und versuchen zu vermitteln. Eine KI lässt die Figuren ohne festes Drehbuch auf das Gesagte reagieren. Nach jedem Durchgang von rund 15 Minuten gibt ein KI-Coach Rückmeldung, was funktioniert hat und was beim nächsten Mal hilft.
„Gut zu deeskalieren und zu vermitteln, erfordert Übung. Im Konfliktsimulator merkt man schnell, wie viel ein einziger Satz verändern kann“, sagt Andreas Muckenfuß, Gründer und Geschäftsführer von CRISP. „In der Ausgangsanalyse wurde dem auf Wirkung ausgerichteten Konzept eine hohe Qualität bescheinigt“, sagt PD Dr. Rainer Strobl von der Ostfalia Hochschule, die das Projekt evaluiert. Ob das Training die Handlungsfähigkeit in Konflikten stärkt, zeigt nun die Testphase.
So machen Sie mit:
einen kurzen Fragebogen ausfüllen, den Konfliktsimulator innerhalb von zehn Tagen fünfmal spielen und zum Abschluss einen zweiten Fragebogen beantworten. Die Befragung erfolgt anonym bzw. pseudonymisiert. Jetzt bis 30. November 2026 anmelden: https://survey-staff.ostfalia.de/index.php/237176?lang=de
Der Konfliktsimulator ist als Innovationsprojekt im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des BMBFSFJ entstanden.


